Arbeit
Vier Projekte, an denen sich zeigt, was ich mache.
Selbst gebaut
SOKRATES
Ein KI-gestützter Lerncoach. Er hilft, implizites Wissen in explizites zu überführen, mit der Methode, die seinen Namen trägt: fragen, bis eine Person selbst benennt, was sie längst kann. Sichtbar wird dabei beides, was jemand kann, ohne es zu wissen, und was noch fehlt, ohne dass es auffällt. Das dauert, und die Fragen sind unbequem. Wer sich darauf einlässt, kommt an den Punkt, an dem etwas einrastet. Kein Heureka, bei dem etwas Neues gefunden wird, sondern ein Aha, bei dem etwas längst Vorhandenes zum ersten Mal in Worten dasteht.
Ich habe ihn selbst gebaut, vom Konzept zum lauffähigen Prototyp in zwei Wochen. Aktuell arbeite ich daran, ihn an bestehende Wissensmanagement-Systeme anzuschließen, damit gesichertes Erfahrungswissen dort abfragbar wird, wo Menschen ohnehin arbeiten.
Die Wissensbasis liegt vollständig im Modellkontext, kuratiert, ohne Suchindex. Bei dieser Größe ist das die robustere Bauweise: kein Fehlgriff beim Abruf, keine zerschnittenen Zusammenhänge. Je Organisation eine eigene Wissensbasis und eine eigene Erweiterung der Gesprächsführung.
Die Sichtbarkeit setzt, wem das Wissen gehört. Jeder Eintrag steht zuerst auf privat, ohne Ausnahme. Ihn für Team oder Organisation freizugeben ist ein eigener Schritt, und er ist kaum umkehrbar: Freigegebenes lässt sich als überholt kennzeichnen, aber nicht zurückholen. Wie weit Wissen reicht, ist deshalb eine Frage der Kultur und der Vereinbarung im Haus, nicht der Technik.
Was SOKRATES nicht ist: keine Suchmaschine und kein Archiv, es liefert keine Auskünfte. Kein Prüfungswerkzeug, es bewertet keine Personen. Kein Ersatz für das Gespräch mit einem Menschen, sondern die Möglichkeit, es öfter zu führen. Und kein fertiges Produkt. Die Vollversion zeige ich im Gespräch.
- Zeitraum
- laufend
- Rolle
- Eigenentwicklung
- Belegart
- Vorführung im Gespräch
- Ort
- sokrates.jenax.com
Belegprojekte
ETC, Learning Services
Weiterführung und Ausbau des Qualitäts- und Dokumentationsrahmens für Learning Services nach ISO 9001:2015, mit bestandener Rezertifizierung. Die digitalisierte Trainingskoordination entlastet dauerhaft um rund 55 Stunden im Monat. Bei einem Softwarelaunch sparte die Prozessdigitalisierung rund 210 Stunden im Monat, die Fehlerquote fiel dabei von 20 Prozent auf null.
- Rolle
- Weiterführung und Ausbau des Qualitäts- und Dokumentationsrahmens
- Belegart
- Bestandene Rezertifizierung nach ISO 9001:2015
Wirecard, Akademie
Von 2019 bis 2020 war ich maßgeblich am Aufbau der firmeneigenen Akademie beteiligt, hauptverantwortlich für die Infrastruktur, in der Inhalte entstehen: Plattformauswahl, Einrichtung, Produktion, Projektsteuerung. Dazu gewann ich rund fünfundzwanzig Fachleute und schulte sie im E-Learning-Projektmanagement und im Autorenwerkzeug. Eine Kursvorlage mit wiedererkennbaren Lern- und Quizbausteinen sorgte dafür, dass ohne didaktische Vorkenntnisse eigene Trainings entstanden. Die Infrastruktur stand für rund 6.000 Mitarbeitende zur Verfügung. Der Vollstart fiel mit der Abwicklung zusammen, die Akademie ging nie in den Regelbetrieb. Was ich daraus gelernt habe, steht im Beitrag Was bei Wirecard verloren ging.
- Zeitraum
- 2019 bis 2020
- Rolle
- Aufbau, Produktionsinfrastruktur, Projektsteuerung
Vereinte Nationen, UNODC
Koordination der Produktion von über sechzig Lernmodulen in neun Sprachen über vier Standorte. Einen Prozess dafür gab es nicht. Ich habe ihn aufgesetzt.
- Rolle
- Koordination der Produktion
Zusätzlich entwickle ich im Rahmen eines Dienstverhältnisses ein Kreditsimulationswerkzeug, mit finanzmathematischer Analyse und KI-gestützter Entwicklung. Die Inhalte unterliegen der Vertraulichkeit.